Vom Kuhlenbau und Klüttenmachern




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Vom Kuhlenbau und Klüttenmachern

Beitragvon ETA 517 » Mi 23. Dez 2020, 17:02

Hallo zusammen,

wenn man an den regnerischen, freien Tagen sonst nichts zu tun hat, surft man sich durch Youtube und entdeckt so manches filmische Kleinod.

So bietet der Youtube-Kanal "Digital Heritage Service" filmische Dokumente längst vergangener Handwerke zum anschauen.

Vom "Klüttenmachen im Rheinischen Revier", https://www.youtube.com/watch?v=6X1LgbeG5w0

über

die "Bäuerliche Kalkbrennerei der Eifel", https://www.youtube.com/watch?v=lJRgexc9kw0

zur

"Dielsägerei in Kürten" , https://www.youtube.com/watch?v=dH-Mq_LHTMs


Kurzweiilige Filme alten Handwerks, das in den 70er und 80er Jahren, von den alten Handwerksmeistern nochmals angewendet wuurde um es filmisch zu dokumentieren.

https://www.youtube.com/c/DigitalHerita ... ich/videos



Gruß

Marcus
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von Anzeige » Mi 23. Dez 2020, 17:02

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Re: Vom Kuhlenbau und Klüttenmachern

Beitragvon Horst Heinrich » Mi 23. Dez 2020, 23:36

Filmische Dokumente von außerordentlichem Wert! Vielen Dank, Marcus!
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Re: Vom Kuhlenbau und Klüttenmachern

Beitragvon Dieselpower » Do 24. Dez 2020, 02:24

Was für eine tolle Idee, diese alten Filme bekamen wir (im Rheinland) auch im Schulunterricht gezeigt....
Die meisten waren jedoch vom FWU "Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht". Dieser stumme Vorspann mit den drei übereinander stehenden Buchstaben im Kreis vor meist blauem Hintergrund ist so eine typische Erinnerung...

Das war immer was ganz besonderes, wenn Dia- oder Filmprojektoren - später fahrbare TV- und Videoschränke - zu Unterrichtsbeginn in der Klasse aufgebaut wurden...

Ich stöbere bei Ebay auch ab und zu nach diesen großen Schulwandkarten, welche zu Beginn unseres ach so tollen digitalen Zeitalters wohl tonnenweise in den Müllcontainer gewandert sein müssen...
Theoretisch brauchte es auch einen entsprechenden stählernen "Kartenständer", diesen vertikal ausfahrbaren dreibeinigen Ständer mit den zwei selbstklemmenden horizontal angeordneten Rohren oben - erinnert Ihr Euch?
Übrigens auch ein tolles Versteck für entwendete Schulranzen - so offensichtlich, was hat man sich da oft zum Schänzchen gesucht.... :D

Marcus, Du hast eben die ganz alten Rollen aus dem Kopfkinoarchiv aus dem Regal geworfen..... Daumen hoch!
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Re: Vom Kuhlenbau und Klüttenmachern

Beitragvon Horst Heinrich » Sa 26. Dez 2020, 22:26

Dieselpower hat geschrieben:Theoretisch brauchte es auch einen entsprechenden stählernen "Kartenständer", diesen vertikal ausfahrbaren dreibeinigen Ständer mit den zwei selbstklemmenden horizontal angeordneten Rohren oben - erinnert Ihr Euch?


Klar erinnere ich mich.
Einen solchen Kartenständer gab es bei uns im Gymmi in jedem Klassenraum.

Ab Klasse 8 sorgte dann auch die Aufforderung des Lehrers "Horst und Bernulf, holt mal den Ständer hervor" für schallendes Gelächter, denn so nach und nach erkannten wir, was es alles für Homonyme gab, dennoch waren wir nicht schwul oder divers, eher pervers.

Die FWU-Filme sind mir auch noch in lebendiger Erinnerung.
Hierzu wurde der Klassenraum verdunkelt und auch hier obsiegte die Perversion über die Konzentration, Klassenstufe 8 halt, erst recht, wenn man neben einem Mädchen saß.

Phasziniert war ich immer von den Karten Europas etwa im 8. Jahrhundert.
Diese vielen Volksstämme, Germanen, Merowinger, Franken, Burgunder...immer habe ich versucht, mir im Kopfkino vorzustellen, wie die Welt ausgesehen hat, meine Heimat usw.

Unsere Lehrer entfalteten mit ihren begleitenden Vorträgen, Stichwort "narrativer Unterricht", heute verpönt, der Schwerpunkt liegt auf Selbsterarbeitung in Gruppen mit anschließender power-point-Präsentation, ein Feuerwerk der kreativen Vorstellungskraft.
Später, im Studium lernte ich, daß genau so neuronales Lernen, neuronaler Autobahnbau funktioniert, der Film entsteht im eigenen Kopf, das Ansehen einer gestalteten Inszenierung hingegen lehrt einen konsumieren, nicht produzieren.

Aber die moderne Schulpädagogik und -didaktik hat weder Ahnung vom Gehirn, noch vom Lernen.
Sie ist auf effektvolles Theater programmiert wie es die Medien vormachen und erkennt nicht, daß Kompetenzerwerb erst funktioniert, wenn Wissen da ist.
Und Wissen muß dargeboten und dann gepaukt werden, man kann es nicht spielerisch aufsaugen.
Ein Lehrer ist kein entertainender Moderator.
Ein Jammer, wo die Schule hingeraten ist.
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