[CH] Graubünden 2




[CH] Graubünden 2

Beitragvon Heiner Neumann » Mo 7. Sep 2020, 21:25

Mittlerweile sind wir aus Disentis losgefahren. Das Wetter ist immer noch bedeckt mit vereinzelten tiefhängenden Wolken, aber es ist trocken und es wird zunehmend heller. Hier passieren wir das Dorf Bugnei und überqueren den Bugnei-Viadukt.

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Anschließend kommen wir nach Sedrun, wo wir eine Gleisbaustelle durchfahren.

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Wir nähern uns der Kreuzungsstation Dieni.

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Hinter Dieni ging es in den letzten Zahnstangenabschnitt zum Oberalppass. Auch hier war eine Baustelle, die mit 10 km/h durchfahren wurde.

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Das grüne, hochkant stehende Schild mit dem weißen aufwärts zeigenden Pfeil bedeutet "Ende der Langsamfahrstelle". Das Signal zeigt Fahrbegriff 1 als Einfahrsignal zur Station Tschamut-Selva, das Vorsignal darunter zeigt "Halt erwarten".

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Neu verlegte Gleise mit Y-Schwellen und Zahnstange System Abt in der Station Tschamut-Selva.

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Die Rheinquelle kommt (fast) in Sicht. In der Bildmitte sprudelt schäumend der junge Rhein aus dem Tomasee kommend zu Tal. Der Tomasee gilt als die Quelle des Vorderrheins.

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Wir nähern uns dem Oberalppass.

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Kurz vor der Passhöhe grüßt der höchst gelegene Leuchtturm der Welt beim Infocenter Rheinquelle auf 2.046 Metern ü. NN. Der Leuchtturm ist ein Nachbau des Leuchtturms von Rotterdam an der Rheinmündung und ist ein Gruß von der Rheinquelle an die Nordsee.

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Station Oberalppass am Oberalpsee auf 2.033 m ü. NN, Kreuzungshalt. Aus Andermatt kommt der Glacier-Express Richtung Chur.

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Unsere Fahrt geht weiter und wir sehen den Glacier-Express in der Galerie am Oberalppass verschwinden.

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Nochmal ein Blick auf den Leuchtturm.

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Mit 120 Promille Gefälle geht's in der Zahnstange abwärts.

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Aus dem Urserental grüßt Andermatt und das Wetter wird immer besser.

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Abstieg nach Andermatt.

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Vor dem Depot Andermatt steht die letzte Ge 4/4 der Matterhorn-Gotthard-Bahn. Als reine Adhäsionslok ist sie nur als Shuttellok für den Furka-Autoverlad einsetzbar.

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In der Lokhalle steht noch ein Gepäcktriebwagen der Reihe Deh 4/4 I.

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Nochmal unser Zugpferd, HGe 4/4 II Nr. 102 "Altdorf".

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Dann ging es per Bus weiter an den Vierwaldstättersee nach Luzern.

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Auf der Kapellbrücke, die nach dem Brand wieder originalgetreu aufgebaut wurde.

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Auch der Hauptbahnhof mit dem alten Portikus auf dem Vorplatz durfte aufs Bild.

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Vom Hauptbahnhof aus ein Blick über den See.

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Auf der anderen Seite lag der Raddampfer "Wilhelm Tell" als schwimmendes Restaurant.

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Der Vordersteven der "Wilhelm Tell", natürlich mit der Armbrust.

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Gegenüber lag noch der älteste Raddampfer der Flotte auf dem Vierwaldstättersee, die "Uri". Mit dem Baujahr 1901 ist sie der älteste aktive Schaufelraddampfer der Schweiz.

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Im 3. Teil geht es dann ins Engadin.

Gruß

Heiner
Zuletzt geändert von Heiner Neumann am Sa 24. Okt 2020, 20:00, insgesamt 2-mal geändert.
Wenn Du ein Licht am Ende des Tunnels siehst, bete, dass es kein Zug ist :shock: !!!

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Re: [CH] Graubünden 2

Beitragvon Horst Heinrich » Di 8. Sep 2020, 15:35

Eine beeindruckende Motivauswahl präsentierst Du uns, Heiner, alle Bilder sind, wie ich meine, getragen davon, daß die unverwechselbare Stimmung eingefangen ist, das typisch schweizerische. Dazu zähle ich etwa, daß weder größere Verschmutzungen, noch irgendwelche Ruinen, noch Merkmale von Vernachlässigung und Unterhaltungsstau zu sehen sind, was gerade auch der Zustand der Bahn beweist.
Schaut euch Guidos Sylt-Impressionen an, welch ein Unterschied zwischen deutschen und schweizer Verhältnissen.

Bedrückend finde ich den Zustand der Hochgebirgsregionen, gerade in Sachen Klima.

In den frühen 1990er Jahren waren wir mit einer kleinen Clique über den rheinland-pfälzischen Forstverein immer im September/Oktober in Trimmis zur Jagd, da lag noch ziemlich viel Schnee auf den Höhenzügen so ab ca 1500 Metern. Das sieht jetzt schon anders aus, wie die Bilder aus Dieni beweisen. Ich würde mal sagen, hier hat sich die Schneegrenze um 500 Meter nach oben verschoben.

Und selbst an der Rheinquelle bei 2046m über NN werden die Schneefelder brüchig...
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Re: [CH] Graubünden 2

Beitragvon Dieselpower » Di 8. Sep 2020, 17:52

Natürlich hast Du mit allem Recht, was Du sagst, sowohl zu Heiner's schöner Bildauswahl, als auch zum Thema Klima.
Dabei sollten wir nur nicht vergessen, daß wir auf dieses Klima mit unserem - im globalen Vergleich - schon seit Jahrzehnten immer umweltfreundlicheren kleinen Land und unseren Emissionen aus Verkehr und Industrie kaum Auswirkungen haben. Ein Klimawandel findet seit Millionen von Jahren statt, und wenn es einen "menschgemachten" gibt, dann sicher nicht aus unseren Gefilden, wenn ich Bilder aus (trotz jahrzehntelanger Entwicklungshilfe) unterentwickelten Ländern sehe - wie dort mit der Umwelt umgegangen wird (Und nicht nur ausbeutend und von bösen, alten, weißen Männern bestimmt).
Aber so ist das eben in Zeiten von dem verwöhnten Neubauer-Huhn und der Thunfisch, 95% des Mikroplastiks kommen aus 5 afrikanischen und asiatischen Flüssen, aber wir schaffen die Strohhalme ab...
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Re: [CH] Graubünden 2

Beitragvon Horst Heinrich » Di 8. Sep 2020, 23:43

Dieselpower hat geschrieben:Dabei sollten wir nur nicht vergessen, daß wir auf dieses Klima mit unserem - im globalen Vergleich - schon seit Jahrzehnten immer umweltfreundlicheren kleinen Land und unseren Emissionen aus Verkehr und Industrie kaum Auswirkungen haben.


Natürlich kann ein 80 Millionen-Volk, auch wenn es die halbe Welt u.a. wegen 33/45 als legitim zu melkenenden, auszuzehrenden und drangsalierenden bad boy ansieht, nicht die Klimarettung dieser Welt bewirken, aber es ging mir auch mehr um den Sachverhalt, denn um den Verursacher. So kann ich dem Klimawandel auch zahlreiche gute Seiten abgewinnen, z.B. -um in Graubünden zu bleiben- daß dieser exzessive, laszive Skizirkus ein Ende hat.

Wir sind doch nicht zum sportlichen Skifahren in die Schweiz gefahren, sondern um eine frustrierte Rosenheimer Sekretärin zum hemmungslosen Après-Ski aufs Zimmer abzuschleppen. Es war halt einfach geil - und jetzt kommt die Quittung. Bleiben wir eben fortan daheim und unser Après-Ski wird ersetzt durch ein Bierbad in Tschechien.

Und in 20 Jahren hält man mir vor, ich hätte zur Wasserverschmutzung im westböhmischen Bäderdreieck beigetragen...und das als Enkel der deutschen Tätergeneration.
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